Nora Klein

Mal gut, mehr schlecht.

 

AKTUELLES BEGLEITPROGRAMM +++++++++++++++++++++++++++++++

 

Autorenlesung Benjamin Maack:

Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein


Foto: Andreas Rehmann/Suhrkamp Verlag

 

„Bin ich jetzt ein Leben müde?", fragt Benjamin Maack, als er mit seinem großen, schwarzen Rollkoffer vor der Psychiatrie steht. Vier Jahre zuvor hatte er sich schon einmal eingewiesen, nach einem Nervenzusammenbruch – die Diagnose: Depression. Jetzt ist er wieder hier und berichtet von den letzten Nächten, die er nicht mehr im Ehebett, sondern auf dem Sofa verbringt, schlaflos, nervös, in Panik. Und dem Alltag in der Klinik, wie er mit den Mitpatienten „Alarm für Cobra 11" schaut oder im großen Aufenthaltsraum Delfine im Mondlicht puzzelt. Wie ihm statt Frau und Kindern die Pfleger zum 40. Geburtstag gratulieren und wie er in der Kreativwerkstatt lernt, zu sticken. Er erzählt von Medikamenten, ihren Nebenwirkungen, von Selbstmordgedanken und jenem Abend, an dem auch starke Beruhigungsmittel nicht mehr helfen und er auf „die Geschlossene hinter der Geschlossenen" verlegt wird – ständig schwankend zwischen Hoffnung und tiefer Verzweiflung.
Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein ist ein entwaffnend ehrliches Zeugnis vom Leben mit Depressionen. Benjamin Maack ringt der unbarmherzigen Krankheit tragikomische Momente ab und erzählt von ihr in so berührenden wie klaren Bildern. Seine Geschichte ist aber nicht nur Psychiatrie- und Krankenbericht, sondern auch Familiendrama und die Erzählung eines persönlichen Schicksals. Ein schonungsloses, literarisch kraftvolles Buch.

 

Benjamin Maack, geboren 1978, studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Volkskunde. Er veröffentlichte die Kurzgeschichten- und Gedichtbände Du bist es nicht, Coca Cola ist es (2004), Die Welt ist ein Parkplatz und endet vor Disneyland (2007) und Monster (2012). Neben weiteren Auszeichnungen wurden ihm beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2013 der 3sat-Preis sowie der Förderpreis zum Hermann-Hesse-Preis 2016 verliehen. Er lebt und arbeitet als Autor und Journalist in Hamburg.
Preise: Hamburger Literaturpreise 2020 - Hörspiel des Monats März 2020 - Hermann-Hesse-Preis 2016

 

Moderation: Dr. Michael Kienecker (Paderborn)

Termin: 16. August 2022, 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
Ort: Stadtmuseum Münster

Tickets: € 7,- / ermäßigt € 5,- (nur Abendkasse)

 

Buchverkauf am Abend durch Rosta Buchladen, Münster

 

Eine Veranstaltung der Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V. in Verbindung mit der Literaturkommission für Westfalen und dem Literaturverein Münster.

 

 

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Psychische Krankheiten sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig und doch sind die konkreten Symptome oft rätselhaft und schwer greifbar. Nora Klein beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Krankheit Depression. Mehr als eineinhalb Jahre stand sie in engem, vertrauensvollem Austausch mit depressionserfahrenen Menschen. Gemeinsam mit ihnen hat sie, jenseits von Worten, eine visuelle Ausdrucksform für die Gefühlswelt gefunden. Die Portraits und abstrakten Bildwelten machen eine unsichtbare Krankheit sichtbar.

 

Vita

Nora Klein (geb. 1984) studierte Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover und der Danish School of Media and Journalism in Aarhus. Essayistische Langzeitprojekte, Portraits und Reportagen zu gesellschaftsrelevanten Themen bilden einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Mehr: noraklein.de

 

Hier gehts zum Flyer der Ausstellung (pdf) ...

 

 

 

 

 

Begleitprogramm 


Podiumsdiskussion: Depression im Fokus der Kunst

Das Kunstprojekt von Nora Klein vermittelt sensible Einsichten in die Innenwelten der Depression. Im Gespräch mit der Künstlerin und dem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Prof. Dr. Thomas Reker (Münster) geht der Moderator Jürgen Wiebicke (Philosophisches Radio, WDR 5) der Volkskrankheit Depression mit ihren vielen Facetten auf den Grund.
Termin: Donnerstag, 5. Mai 2022, 19.00 Uhr
Ort: Erbdrostenhof, Salzstr. 38, 48143 Münster, Eintritt frei
Gefördert durch Volksbank Münsterland Nord eG

 

Zeichenkurse für Erwachsene

Die Zeichenkurse der Künstlerin Gintare Skroblyte setzen sich mit der bewegenden künstlerischen Installation von Nora Klein auseinander und inspiriert die Arbeiten der Kursteilnehmer:innen.
Termine: Sonntag, 27. März und 17. Juli 2022 – jeweils 11.00–14.00 Uhr
Ort: Stadtmuseum Münster, € 10,– zzgl. € 2,– Materialkosten, max. 10 Teilnehmende
Anmeldung erforderlich Tel. 0251/492-4503

 

Öffentliche Führungen

Termine: Sa 2. April, So 22. Mai, Sa 25. Juni, Sa 23. Juli, So 21. August 2022 – jeweils um 16.00 Uhr
Ort: Stadtmuseum Münster, € 3,– / ermäßigt € 2,–
Zusätzlich können Sie Führungen unter Tel. 0251/492-4503 buchen.

 

Autorenlesung mit Benjamin Maack (Hamburg): Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein (Suhrkamp Verlag)

Das 2020 erschienene autobiografische Werk ist ein entwaffnend ehrliches Zeugnis vom Leben mit Depressionen. Benjamin Maack ringt der unbarmherzigen Krankheit tragikomische Momente ab und erzählt von ihr in so berührenden wie klaren Bildern. Seine Geschichte ist aber nicht nur Psychiatrie- und Krankenbericht, sondern auch Familiendrama und die Erzählung eines persönlichen Schicksals. Ein schonungsloses, literarisch kraftvolles Buch.
Moderator: Dr. Michael Kienecker (Paderborn)
Termin: Dienstag, 16. August 2022, 19.00 Uhr
Ort: Stadtmuseum Münster, € 7,– / ermäßigt € 5,–

Eine Veranstaltung der Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V. in Verbindung mit der Literaturkommission für Westfalen und dem Literaturverein Münster.

 

 

 

Eröffnung 20. März 2022, 16 Uhr

Begrüßung: Angelika Osthues (Vorsitzende FHG)
Grußwort: Angela Stähler (Bürgermeisterin der Stadt Münster)
Künstlergespräch: Nora Klein mit Dr. Barbara Rommé (Stadtmuseum Münster) und Katharina Tiemann (FHG)
Gudula Rosa – Improvisationen auf der Paetzold-Grossbassblockflöte
Barbara Kemmler – Lesung aus Texten Depressionserfahrener
Zur Einladung (pdf) ...

 

Eine Ausstellung der Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V.
in Kooperation mit dem Stadtmuseum Münster.

Wir danken dem Kunsthaus Erfurt für die Grundkonzeption der Ausstellung.
Diese Ausstellung wurde durch Spenden im Gedenken an Berthold Socha gefördert.

 

Zum Pressematerial

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